Zinseszinsenrechner – ehrlich & realistisch
Berechne den Zinseszinseffekt – und sieh, was Steuern und Inflation daraus machen.
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Zinseszins berechnen
Ergebnis
Nominaler Endwert (vor Steuer/Inflation)
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- Einzahlungen
- —
- Zinsgewinn
- —
So würde dein Vermögen wachsen, wenn es keine Steuern, Kosten oder Inflation gäbe. Dieses Ergebnis zeigt den reinen mathematischen Zinseszinseffekt.
Dieses Szenario dient als Vergleichsbasis – nicht als realistische Erwartung.
Nach Kosten & Steuern
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- Einzahlungen
- —
- Reingewinn
- —
- Gezahlte Steuer
- —
Annahmen: 25 % Steuer (vereinfacht als Endabzug) · 0,30 % Kosten p.a. (TER) · Wiederanlage 100 % · Monatsverzinsung (aus 5,00 % p.a.).
Reale Kaufkraft (nach Inflation)
—
Kaufkraftberechnung auf Basis der gewählten Inflationsannahme.
Visualisierung
Annahmen: Monatsverzinsung (aus dem Zinssatz p.a.). Steuer & Inflation werden dynamisch je nach Auswahl berücksichtigt.
Zinseszins mit Inflation
Was bedeutet Zinseszins mit Inflation?
Beim Zinseszins mit Inflation wird nicht nur berechnet, wie stark dein Kapital nominal wächst, sondern wie viel reale Kaufkraft am Ende übrig bleibt.
Inflation reduziert den tatsächlichen Wert deines Geldes – auch wenn dein Kontostand steigt.
Deshalb ist ein inflationsbereinigter Zinseszins entscheidend für langfristige Planung.
Nominaler vs. realer Zinseszins
- Nominaler Zinseszins: Wachstum ohne Berücksichtigung der Inflation
- Realer Zinseszins: Wachstum abzüglich Inflationsrate
Beispiel:
- Nominalzins: 6 %
- Inflation: 3 %
- Realer Zins ≈ 2,9 %
Formel: Zinseszins mit Inflation
Realer Zinsatz:

Bedeutungen der Variablen
Dabei gilt:
R real = Realer Zinssatz (inflationsbereinigte Rendite)
R nominal = Nominaler Zinssatz (z. B. 6 % = 0,06)
R inflation = Inflationsrate (z. B. 3 % = 0,03)
Hinweis: Alle Zinssätze werden in der Formel als Dezimalzahlen verwendet (z. B. 5 % = 0,05).
Dieser reale Zinssatz zeigt, wie stark dein Vermögen tatsächlich wächst – unabhängig von steigenden Preisen
Warum diese Berechnung wichtig ist
- Langfristige Geldanlage (ETF, Altersvorsorge)
- Sparpläne über 10–40 Jahre
- Vergleich von Rendite vs. Kaufkraftverlust
Hohe Inflation kann nominale Gewinne vollständig neutralisieren.
Im nächsten Abschnitt siehst du, wie sich monatlicher und jährlicher Zinseszins bei Inflation unterscheiden.
Monatlicher vs. jährlicher Zinseszins
Beim Zinseszins macht es einen großen Unterschied, wie oft die Zinsen dem Kapital gutgeschrieben werden.
- Beim jährlichen Zinseszins erfolgt die Verzinsung einmal pro Jahr.
- Beim monatlichen Zinseszins werden die Zinsen jeden Monat berechnet und direkt wieder verzinst.
Je häufiger die Verzinsung erfolgt, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt – auch bei gleichem Nominalzins.
- Jährlicher Zinseszins: einfach, übersichtlich, oft bei klassischen Sparanlagen
- Monatlicher Zinseszins: stärkerer Wachstumseffekt durch häufigere Verzinsung
Beispiel:
Du investierst 10.000 € mit einem Zinssatz von 5 % über 20 Jahre.
- Bei jährlichem Zinseszins wird der Zins einmal pro Jahr gutgeschrieben.
- Bei monatlichem Zinseszins erfolgt die Verzinsung 12-mal pro Jahr.
Obwohl der Zinssatz identisch ist, ist das Endkapital beim monatlichen Zinseszins höher, da Zinsen schneller wieder mitverzinst werden.
👉 Je häufiger die Verzinsung erfolgt, desto stärker wächst dein Vermögen durch den Zinseszinseffekt.
Formeln: Monatlicher vs. jährlicher Zinseszins
Der Unterschied zwischen monatlichem und jährlichem Zinseszins liegt darin wie oft die Zinsen pro Jahr dem Kapital gutgeschrieben werden.Das wirkt sich direkt auf das Endkapital aus.
Der mathematische Unterschied zwischen monatlichem und jährlichem Zinseszins lässt sich mit folgenden Formeln genau darstellen:
Jährlicher Zinseszins:
Kₙ = K₀ · (1 + r)ⁿ
Dabei gilt:
Kₙ = Endkapital nach n Jahren
K₀ = Startkapital (Anfangsinvestition)
r = jährlicher Zinssatz (z. B. 5 % = 0,05)
n = Laufzeit in Jahren
Bei jährlichem Zinseszins werden die Zinsen einmal pro Jahr berechnetund dem Kapital hinzugefügt.
Monatlicher Zinseszins:
Kₙ = K₀ · (1 + r / 12)^(12 · n)
Dabei gilt:
Kₙ = Endkapital nach n Jahren
K₀ = Startkapital
r = jährlicher Zinssatz
12 = Anzahl der Verzinsungen pro Jahr
n = Laufzeit in Jahren
In der Praxis führt monatlicher Zinseszins langfristig fast immer zu einem höheren Endkapital als jährliche Verzinsung.
Beim monatlichen Zinseszins wird der Jahreszins auf 12 Monate aufgeteilt und jeden Monat neu verzinst.Dadurch entsteht ein stärkerer Zinseszinseffekt.
👉 Je häufiger die Verzinsung erfolgt, desto stärker wächst dein Endkapital durch den Zinseszinseffekt – selbst bei gleichem Nominalzins.
Zinseszins-Formel einfach erklärt (Schritt-für-Schritt)
Beim Zinseszins werden die Zinsen nicht nur auf dein Startkapital, sondern auch auf die bereits erhaltenen Zinsen berechnet.
Dadurch wächst dein Vermögen mit der Zeit immer schneller.
Man kann sich den Zinseszinseffekt wie einen Schneeball vorstellen: Am Anfang wächst er langsam, doch mit jeder Umdrehung nimmt er mehr Schnee auf und wird immer größer.
👉 Je länger die Laufzeit und je höher der Zinssatz, desto stärker wirkt der Zinseszins.
Die Bestandteile der Zinseszins-Formel
Um den Zinseszins mathematisch zu berechnen, werden folgende Werte verwendet:
- K₀ = Startkapital (Anfangsbetrag)
- Kₙ = Endkapital nach der Laufzeit
- r = jährlicher Zinssatz (z. B. 5 % = 0,05)
- n = Laufzeit in Jahren
Mit diesen Werten ergibt sich folgende Zinseszins-Formel:
Kₙ = K₀ · (1 + r)ⁿ
Die Formel zeigt, dass die Verzinsung jedes Jahr auf eine wachsende Kapitalbasis erfolgt –
nicht nur auf den ursprünglichen Betrag.
Warum diese Formel so wichtig ist
Der Zinseszins sorgt dafür, dass dein Kapital exponentiell wächst.
Das unterscheidet langfristige Geldanlagen deutlich von einer einfachen, linearen Verzinsung.
Wie du diesen Rechner sinnvoll nutzt
Dieser Rechner hilft dir, realistische Ziele zu setzen: Du siehst Endkapital, Zinsen gesamt und (wenn du willst) auch die Wirkung von Inflation.
Typische Anwendungsfälle
- Langfristiger Vermögensaufbau (z. B. ETF-Sparplan über 20–40 Jahre)
- Vergleich von Sparstrategien (Einmalanlage vs. regelmäßige Einzahlungen)
- Realistische Rendite-Einschätzung unter Berücksichtigung von Inflation
- Planung der Altersvorsorge mit verschiedenen Zinssätzen und Laufzeiten
- Verständnis des Zinseszinseffekts bei monatlicher vs. jährlicher Verzinsung
So nutzt du diesen Zinseszinsrechner sinnvoll
- Startkapital festlegen:Trage den Betrag ein, den du heute investierst oder sparst.
- Zinssatz und Laufzeit wählen:Wähle einen realistischen Zinssatz und die geplante Anlagedauer in Jahren.
- Ergebnisse interpretieren:Vergleiche nominales Wachstum mit realen Vermögenszuwachs und erkenne den Zinseszinseffekt.
So erhältst du eine realistische Einschätzung, wie stark dein Vermögen langfristig tatsächlich wächst – unterstützt durch die grafische Darstellung der Ergebnisse im Rechner.
Wenn du verschiedene Szenarien vergleichen möchtest, ändere einzelne Werte nacheinander und schau danach auf die drei Ergebnis-Karten: Endkapital, Zinsgewinn und reale Kaufkraft.
👉 Nutze dieBalken darunterals schnellen Vergleich: Je größer der Abstand zwischen Einzahlungenund Nominalwert, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.
Drei Dinge, die wirklich zählen
1. Zeit schlägt Optimierung.
Ein längerer Anlagezeitraum wirkt fast immer stärker als ein leicht höherer Zinssatz.
Je früher du beginnst und je länger du investiert bleibst, desto mehr arbeitet der Zinseszins für dich.
2. Sparverhalten schlägt Renditefantasie.
Was du regelmäßig einzahlst, kannst du kontrollieren – Marktrenditen nicht.
Eine konstante Sparrate macht langfristig oft mehr aus als der Versuch, „die beste Rendite“ zu treffen.
3. Nominal sieht gut aus – real ist entscheidend.
Große Endbeträge wirken beeindruckend.
Ob dein Vermögen aber tatsächlich Kaufkraft gewinnt, zeigt erst der inflationsbereinigte Wert.
Die 30-Sekunden-Nutzung
Wenn du nur wenig Zeit hast, geh so vor:
- Verlängere zuerst den Zeitraum und beobachte, wie stark sich das Ergebnis verändert.
- Vergleiche Sparrate mit Rendite – mehr Regelmäßigkeit wirkt oft stärker als ein optimistischer Zinssatz.
- Schau zuletzt auf die reale Kaufkraft, nicht nur auf den Nominalwert.
Ein realistisches Verständnis bringt dich weiter als jede optimistische Zahl.
Häufige Fragen zum Zinseszinsrechner
Klicke auf eine Frage, um die Antwort zu öffnen.
Die Antworten sind bewusst nüchtern gehalten – ohne Produktempfehlungen oder Rendite-Versprechen.
Ist dieser Zinseszinsen Rechner realistisch – oder eher Schön Rechnung?
Eher realistisch. Die drei Ergebniswerte oben im Rechner (Nominalwert, nach Kosten & Steuern, reale Kaufkraft) zeigen bewusst unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Szenario.
Viele Rechner zeigen nur, wie groß eine Zahl werden kann.
Dieser hier zeigt zusätzlich, was davon wahrscheinlich übrig bleibt, wenn man Kosten, Steuern und Inflation mitdenkt.Das fühlt sich weniger gut an.
Ist aber näher an der Realität.
Warum ist die reale Kaufkraft so viel niedriger als der Nominalwert?
Weil die Inflation langsam wirkt — und genau deshalb unterschätzt wird.
Jahr für Jahr fällt sie kaum auf. Über Jahrzehnte macht sie einen massiven Unterschied.
Der Rechner versucht nicht, Inflation exakt vorherzusagen, sondern sichtbar zu machen, wie stark sie langfristig eingreift.
Das Ergebnis überrascht viele. Meist zurecht.
Welche Annahmen trifft der Rechner bei Steuern und Kosten?
Vereinfachte. Absichtlich.
- laufende Kosten als pauschaler Abzug
- Steuern vereinfacht als Endabzug
- keine individuellen Freibeträge oder Sonderregeln
Das ist kein Steuer- oder ETF-Vergleichsrechner.
Er beantwortet eine andere Frage: „Wie viel bleibt grob übrig?“
Warum kommen andere Rechner oft auf höhere Ergebnisse?
Fast immer wegen der Annahmen.
Häufig fehlen dort:
- Inflation
- realistische Kosten
- steuerliche Effekte
Wenn man diese ergänzt, nähern sich die Ergebnisse schnell an.
Oder werden deutlich niedriger.
Ist eine höhere Sparrate wirklich wichtiger als ein besserer Zinssatz?
In der Praxis oft ja — auch wenn das weniger spannend klingt.Renditen schwanken. Sparraten kannst du steuern.
Der Rechner macht diesen Unterschied sichtbar, ohne zu behaupten, dass es dafür eine allgemeingültige Regel gibt.
Wie ernst sollte man solche Langfrist-Rechnungen nehmen?
Nicht wörtlich. Aber auch nicht ignorieren.
Niemand kennt zukünftige Renditen, Inflation oder Steuern.
Langfrist-Rechner sind deshalb Denkmodelle, keine Prognosen.
Ihr Wert liegt darin, Zusammenhänge greifbar zu machen — nicht darin, exakte Zahlen zu liefern.
Für wen ist dieser Rechner sinnvoll?
Für Menschen, die:
-lieber realistische Größenordnungen sehen als Wunschzahlen
-langfristig sparen oder investieren
-verschiedene Szenarien vergleichen möchten
-verstehen wollen, warum große Endbeträge trügen können
Was zeigt dieser Rechner bewusst nicht?
-keine Produktempfehlungen
-keine Marktprognosen
-keine individuelle Steueroptimierung
Er soll helfen einzuordnen, nicht überzeugen.
Warum zeigt der Rechner mehrere Ergebnisse statt nur eines?
Weil der Rechner oben drei verschiedene Ergebnisarten darstellt, die jeweils eine andere Realität abbilden: mathematisch, nach Abzügen und inflationsbereinigt.
Weil ein einzelner Wert wenig aussagt.Erst der Vergleich zwischen:
Nominalwert, Wert nach Kosten & Steuern und realer Kaufkraft
zeigt, wie belastbar eine Annahme wirklich ist.
Ist die Nutzung anonym?
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